Bezahlbarer Wohnraum für Butzbach!
UWG Butzbach
20. Jan. 2026
Bezahlbarer Wohnraum für Butzbach
Pressemitteilung der UWG Butzbach
Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit – und auch in Butzbach spüren wir den Druck deutlich. Wohnen ist ein entscheidender Standortfaktor. Es geht um bezahlbaren Wohnraum, keine Luxusbauten. Bezahlbares Wohnen ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für ein friedliches und sozial ausgewogenes Miteinander in unserer Stadt.
Die aktuellen Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache: Es gibt nur wenige verfügbare Mietwohnungen und die, die angeboten werden, liegen häufig bei 12 bis 18 Euro pro Quadratmeter.
Nicht jeder ist in der Lage privates Wohneigentum zu schaffen. Für viele Menschen in unserer Stadt ist das aktuelle Mietniveau schlicht nicht mehr bezahlbar. Der Markt allein löst das Problem nicht. Geplante Neubauten sind oft sehr hochpreisig und sozial geförderte Wohnungen sind am heimischen Markt kaum sichtbar.
Die Pendlerlage Richtung Frankfurt verschärft die Nachfrage zusätzlich, da dort Wohnen noch teurer ist.
Butzbach hat einen klassischen „Angebotsengpass“ – zu wenig Wohnungen, zu teuer, zu wenig sozial gefördert.
Wir stehen vor einer Aufgabe, die wir nicht länger aufschieben dürfen. Familien, Alleinerziehende, junge Menschen, Seniorinnen und Senioren – sie alle brauchen ein Zuhause, das sie sich leisten können. Wohnen ist keine Ware wie jede andere. Wohnen ist Daseinsvorsorge!
Butzbach braucht mehr bezahlbaren Wohnraum – und zwar schnell.
Die UWG Butzbach setzt auf drei Grundpfeiler: Mehr bauen, klüger bauen und sozial verträglich bauen.
Vordringliche Maßnahmen wären zunächst die Anpassung bestehender und neuer Bebauungspläne, dass geförderter Wohnraum in allen Quartieren möglich ist. Geeignete, baureife Grundstücke im Eigentum der Stadt Butzbach und ihrer Gesellschaften müssen umweltverträglich aktiviert, sinnvolle Bebauungspläne entwickelt, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.
Dauerhafte Leerstände sollten durch ein Leerstandsmanagement identifiziert und die Eigentümer für den drängenden Wohnraumbedarf sensibilisiert werden. Gewünschte Umnutzungen bestehender gewerblicher Flächen zu Wohnraum muss schneller erfolgen.
Das bereits bestehende Baulückenkataster muss fortlaufend aktualisiert und Bauwilligen den Zugang zu den notwendigen Daten ermöglicht werden. Dies bedingt selbstverständlich die Bereitschaft seitens Grundstückseigentümer, Verwaltung, Butzbach Wohnungsgesellschaft
und potentiellen Bauherrschaften in einen vertrauensvollen, konstruktiven Austausch zu treten.
Allgemein, aber im Besonderen für Grundstücke im Eigentum der Stadt Butzbach und ihrer Gesellschaften sollte nicht der höchstmöglich erzielbare Preis im Vordergrund stehen. Vielmehr sollte man bei Auswahl der möglichen Käufer ein gesteigertes Augenmerk auf das geplante Bauprojekt werfen. Sozialverträgliche Konzepte, die bezahlbaren Wohnraum für den „Normalverdiener“ schaffen, sollten stets Vorrang haben und vertraglich vereinbart werden. Die Zielvorgaben sämtlicher Maßnahmen müssen dabei von den politischen Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung kommen und nicht von Investoren, die bei günstigen Gelegenheiten ein Geschäft machen wollen. Langfristig können so stabile Mieten gesichert werden. Die Stadt Butzbach behält die Kontrolle über die Entwicklung unserer Heimatstadt und ihrer Stadtteile.
Öffentliche Wohnungsunternehmen haben sich für viele Kommunen als zuverlässige Partner in der Wohnungswirtschaft und attraktiver Gestaltung der Quartiere erwiesen und erbringen über die reine Versorgungsfunktion hinaus gesellschaftlich erwünschte Zusatzleistungen, die sogenannte „Sozialrendite“.
Verwaltung und Politik sind gehalten, die Ausrichtung der Butzbacher Wohnungsgesellschaft GmbH (BWG) eng an diesem Thema entlang zu definieren und umzusetzen. Hierzu zählt es, den Verbleib der Hochhäuser im Eigentum der BWG zu sichern und deren Sanierung schnellstens voranzutreiben. Es gibt dort barrierearm erreichbare Wohnungen, die mit dem notwendigen Willen, wieder dem Wohnungsmarkt zugeführt werden könnten.
Die stabile, finanzielle Basis der BWG muss endlich höchste Aufmerksamkeit erlangen.
Wohnraum ist Existenzgut „für alle“!
Deshalb gilt es, die kommunale Wohninfrastruktur zu erhalten.
Die Priorisierung einer sozial- und kostenverträglichen Stadtentwicklung als Daseinsvorsorge, fernab aller parteipolitischen Profilierung, zugunsten der gesamten Bevölkerung mit zielgerichtetem, entschlossenem Handeln ist gefragt!
Frei nach dem Motto: Was kann ein privater Investor besser als die Stadt Butzbach?
Dieses Programm ist ein Angebot an alle demokratischen Kräfte in Butzbach. Wir laden alle Fraktionen ein, diesen Weg mitzugehen, denn die Wohnungsfrage lösen wir nur gemeinsam.
Butzbach kann mehr. Butzbach verdient mehr. Butzbach bleibt bezahlbar.
Mit freundlichen Grüßen
Astrid Gerum
UWG-Fraktionsvorsitzende
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Mark Steiner
UWG-Pressesprecher




